Belgische Pommes – lecker anders

belgische Fritten (belgische Pommes)
echte belgische Fritten mit einer guten Sauce sind ein Traum | © panthermedia.net / Maksim Shebeko

Die Belgier haben, wer hätte das gedacht, die Pommes erfunden. Dort heißen Pommes allerdings „Fritten“. In einigen Teilen Deutschlands ist dieser Begriff ebenfalls üblich, auch wenn es meistens Pommes oder Pommes Frites heißt. Als Beispiel sei hier das Saarland, aber auch das Rheinland genannt.

Wie werden belgische Fritten hergestellt?

Frische Kartoffeln

Tatsächlich werden die echten belgischen Fritten teilweise anderes als die deutschen Pommes hergestellt. Das fängt schon bei den Kartoffeln an. Während es in der normalen Imbissbude, aber auch im Restaurant meist vorfrittierte Fertigpommes gibt (wenige Sekunden bei 170 Grad), werden echte belgische Pommes aus frischen Kartoffeln gemacht.

Fakt 1: echte belgische Pommes werden aus frischen Kartoffeln hergestellt

Die richtige Kartoffel

Auch die verwendete Kartoffel selbst ist eine andere, als man es für deutsche Pommes kennt. Der Belgier nimmt gerne helle Kartoffeln, die nicht so gelb sind. Dazu müssen es mehlig kochende Kartoffeln sein.

Fakt 2: echte belgische Pommes werden mit mehlig kochenden Kartoffeln hergestellt

Nach dem Schälen einmal baden

Bevor die Kartoffel in Streifen geschnitten wird, muss sie kurz in ein Wasserbad. Dieses entzieht der Kartoffel die überschüssige Stärke.

Fakt 3: die Kartoffel für eine belgische Pommes kommt vor dem Zerschneiden kurz in ein Wasserbad (unter einer Minute).

Breite Streifen

Die Pommes selbst werden mit einem Kartoffel-Schneider in Streifen geschnitten. Die Streifen sind dabei deutlich dicker als deutsche Pommes. Nur so schmeckt die belgische Fritte so richtig nach Kartoffel.

Fakt 4: echte belgische Pommes sind breiter als deutsche Pommes.

Doppelt frittieren

Echte belgische Fritten werden zweimal frittiert (siehe auch meine Zubereitung auf der Startseite). Der erste Frittiervorgang dauert ca. 10 Minuten bei lediglich 130 Grad Celsius. Dadurch verschließen sich die Poren der Fritten. So ist gewährleistet, dass beim zweiten Frittieren kein weiteres Fett in die Pommes eindringen kann und der Kartoffelgeschmack im Inneren erhalten bleibt.

Fakt 5: echte belgische Fritten werden zweimal frittiert. Zuerst für 10 Minuten mit 130 Grad und nach einer 10-minütigen Ruhezeit dann mit einer Temperatur von 165 Grad Celsius fertig frittiert.

Nicht nur rot/weiß

Echte belgische Fritten werden nicht nur mit Salz, Mayo und Ketchup serviert. Wer in Belgien und teilweise auch in den Niederlanden Pommes kauft, der hat oft viele Soßen zur Auswahl. Es gibt zum Beispiel die Joppiesauce (mit Curry und Zwiebeln), die auch in Deutschland bekannte Cocktail-Sauce die Sauce samourai (mit Sambal) oder die Sauce Tartar (mit Schnittlauch). Einige Imbisswagen haben es sich in Belgien zur Herausforderung gemacht, möglichst viele Saucen anzubieten und es gibt teilweise deutlich mehr als 20 Saucen im Angebot.

Fakt 6: in Belgien werden viele verschiedene Saucen zu den Fritten gegessen. Dort gilt Pommes rot/weiß oft als langweilig.

Mein Tipp: haltet Ausschau nach echten belgischen Imbisswagen, oder –Läden (zum Beispiel in Bochum auf der Kortumstraße der Imbiss „Max Frituur“). Es lohnt sich!

 

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Video-Link: https://youtu.be/08QHeRQ8yrw