Pommes selber machen

Hallo, ich esse für mein Leben gerne Pommes, Wedges, Fries und Chips. Und da ich gerne weiß, woraus meine Pommes bestehen, machen meine Familie und ich sie oft selber. Herausgekommen ist dabei diese Anleitung, wie man Pommes selber machen kann.

Da Pommes in der Regel einen hohen Fettanteil und unheimliche viele Kalorien haben, zeigen wir dir auch leckere Alternativen zur herkömmlichen Fritte. Selbstgemachte Pommes im Backofen, frittieren mit weniger Fett oder Gemüsepommes zum Beispiel. Aber lies doch einfach selbst.

Pommes Frites

Warum Pommes selber machen?

Wer seine Pommes selbst machen will, der hat den Herstellungsprozess unter Kontrolle. Oder weißt du, was in der Pommesbude verwendet wird?

Das fängt beim Fett an: wird schlechtes und ungesundes Palmfett zum Frittieren verwendet? Wie alt ist das Fett? Handelt es sich um gute Kartoffeln (vielleicht sogar Bio), Industriekartoffeln oder nur 3. Wahl? Wie alt sind die Kartoffeln?

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Darüber hinaus hast du folgendes selbst in der Hand: die Breite (bzw. Dicke) und Länge der Pommes, die Form der Pommes, den Bräunungsgrad der Pommes.

Du siehst, es gibt einige gute Gründe, um Pommes selber machen zu wollen.

Die richtige Kartoffel

Kartoffeln

Wenn du Pommes selber machen willst, dann kann ich dir nur raten, verschiedene Kartoffelsorten auszuprobieren. Für selbstgemachte Fritten eignen sich am besten festkochende Kartoffeln, aber auch halbfeste Kartoffeln. Mehlig kochende hingegen eignen sich nicht so gut, denn sie können beim Frittieren auseinanderfallen.

Ich persönlich schwöre auf die Kartoffelsorte Linda, die es aber leider oft nur an gut sortierten Kartoffelständen auf dem Markt gibt. Im Supermarkt ist die Linda nur sehr sehr selten anzutreffen. Diese Kartoffelsorte ist eigentlich festkochend, bei längerer Lagerung wird sie aber mehlig (so lange bleibt sie bei uns aber nicht liegen).

Mein Pommes-Tipp: Teste einfach verschiedene Kartoffelsorten, abseits der relativ geschmacksarmen Industriekartoffeln aus dem Supermarkt. Es gibt so viele leckere Sorten: Linda, Bellinda, Cilena oder der blaue Schwede mit violettem Fleisch, um nur einige zu nennen. Und die Kartoffeln vom Wochenmarkt sind meist viel geschmacksintensiver als die Kartoffeln aus dem Supermarkt.

Übrigens: wer gerne große Mengen Pommes zubereitet (aber auch Reibeplätzchen, etc.), der sollte über einen Kartoffelschälaufsatz für Küchenmaschinen nachdenken. Diese gibt es für viele Maschinen und erleichtern das Schälen großer Mengen ungemein.

geschälte Kartoffeln

Gleichmäßige Streifen für das beste Ergebnis

Natürlich kannst du deine Pommes einfach mit dem Messer in Streifen schneiden. Aber bist du sicher, dass die Streifen alle gleich dick werden? Falls nämlich nicht, könnte es beim Frittieren oder im Backofen problematisch werden. Die ersten Kartoffelstreifen werden von außen schon schwarz, während die dicken innen drinnen noch roh sind. Ein Pommesschneider ist daher eine gute Wahl.

Pommes frittieren oder im Backofen machen?

In unserer Familie frittieren wir die Pommes in einer Friteuse, weil sie einfach am besten schmecken. Pommes, die nicht 100%ig nach Pommes schmecken, sind nicht unser Ding.

Zum Frittieren benutze ich ein Gerät, das deutlich weniger Fett braucht. Andere Fritteusen (hier zu unserem Fritteusen-Ratgeber) sind ebenfalls geeignet.

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Die Pommes werden durch das Roto-Prinzip richtig knusprig und lecker. Der Korb mit dem Frittiergut dreht sich – dadurch gelangen die Pommes immer wieder an die heiße Luft.

Portion Pommes

Kurzanleitung – Pommes selber machen

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  1. Kartoffeln schälen: auch wenn es lästig ist, so müssen für echte Pommes doch die Kartoffeln geschält werden. Für Wedges zum Beispiel ist das aber nicht nötig.
  2. Kartoffeln in Streifen schneiden: damit aus der Kartoffel eine richtige Pommes wird, musst du sie in gleichmäßige Streifen schneiden. Ein Pommesschneider kann da sehr gut bei helfen.
  3. Pommes frittieren: für eine wirklich originale Pommes müssen die Kartoffelstreifen in heißem Öl frittiert werden. Pommes im Backofen oder in der Heißluftfritteuse sind inzwischen auch möglich.
  4. Pommes abtropfen lassen: die frittierten Pommes gut abtropfen lassen, damit sie nicht im Fett schwimmen.
  5. Pommes würzen: Salz gehört in jedem Fall auf die Pommes. Aber auch etwas Paprika-Pulver schmeckt sehr gut und die fertigen Pommes-Gewürze lassen in der Regel keinen Wunsch offen.

Selbstgemachte Pommes brauchen deutlich länger als die im Handel gekauften Pommes aus der Tiefkühltruhe. Dies liegt daran, dass die Fritten im Handel meist vorfrittiert sind.

Pommes mit roter Soße

Schritt für Schritt Anleitung: Pommes selbst machen

Wer richtige Fritten machen will, der muss die Kartoffeln schälen. Für Wedges zum Beispiel ist dies nicht nötig. Wie du die Kartoffeln schälst, bleibt dir überlassen. Ein Sparschäler sorgt für wenig Verlust und geht mit etwas Übung besonders flott.

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Eine schwierige Angelegenheit ist es, die Pommes in gleich dicke Streifen zu schneiden. Am einfachsten geht dies mit einem Pommes-Schneider. Sicherlich gibt es aber auch viele andere gute Modelle. Wer keinen Pommesschneider nutzt, der sollte auf eine gleichmäßige Dicke achten, damit die leckeren Streifen hinterher auch wirklich gleichmäßig frittiert sind.

In der Fritteuse müssen die Kartoffelstreifen im heißen Öl baden, bis sie goldgelb und knusprig werden. Hier gibt es verschiedene Methoden. Die einfachste Art ist es wohl, die Kartoffelstreifen einfach bei ca. 170 Grad Celsius zu frittieren, bis sie fertig sind.

Wir mögen diese Methode, die bewiesen ist und für leckere Pommes sorgt: Fritteuse auf niedriger Stufe (130-140 Grad Celsius) heiß werden lassen. Die Pommes dann blassgelb vorgaren. Danach nimmt man die Pommes heraus und lässt sie kurz abkühlen. In der Zwischenzeit das Fett auf 165-170 Grad erhitzen. Wichtig: nicht heißer einstellen, denn sonst können sich krebserregende Stoffe bilden. Nach ein paar Minuten werden die Pommes dann fertig frittiert. Der optimale Bräunungsgrad ist goldgelb knusprig, aber hier hat jeder seine eigenen Vorlieben.

Pommes selber machen