Pommes selber machen

Ich liebe Pommes, Wedges, Fries und Chips – und am besten schmecken sie, wenn man genau weiß, was drin ist. Deshalb machen wir in unserer Familie Pommes oft selbst. Dabei ist eine einfache Schritt-für-Schritt-Anleitung entstanden, mit der auch du perfekte Pommes selber machen kannst!

Da klassische Pommes oft viel Fett und Kalorien enthalten, zeigen wir dir auch leckere Alternativen. Ob Pommes aus dem Backofen, schonend frittierte Varianten mit weniger Fett oder sogar knusprige Gemüsepommes – hier findest du viele Möglichkeiten, um deine Lieblingspommes ganz nach deinem Geschmack zuzubereiten. Also, los geht’s!

Pommes Frites
Pommes Frites

Warum Pommes selber machen?

Pommes selber zu machen, hat viele Vorteile – du hast die volle Kontrolle über Zutaten, Qualität und Geschmack! Weißt du eigentlich, was in der Pommesbude alles ins Frittierfett wandert? Eben.

Qualität fängt bei den Zutaten an

Beim Frittierfett stellt sich die Frage: Wird hochwertiges Öl verwendet oder altes, ungesundes Palmfett? Auch die Kartoffeln spielen eine Rolle: Sind es frische, gute Kartoffeln – vielleicht sogar Bio? Oder handelt es sich um fade Industrieware oder minderwertige Restbestände?

Form, Bräunung & Knusperfaktor – du entscheidest!

Wenn du deine Fritten selbst machst, bestimmst du alles:
✅ Dicke & Länge – lieber knusprige dünne Stäbchen oder rustikale Steakhouse-Pommes?
✅ Bräunungsgrad – goldgelb oder richtig kross?
✅ Form – klassische Stäbchen, wellig oder extra fancy?

Wie du siehst, gibt es viele gute Gründe, deine Fritten, Chips oder Kartoffelstäbchen selbst zuzubereiten. Geschmack, Qualität und Knusperfaktor liegen in deinen Händen – also ran an die Kartoffeln!

Die beste Kartoffelsorte für selbstgemachte Fritten

Kartoffeln
Kartoffeln

Wenn du Pommes selber machen willst, lohnt es sich, verschiedene Kartoffelsorten auszuprobieren. Denn nicht jede Knolle eignet sich gleich gut für die perfekte Knusprigkeit!

Welche Kartoffeln eignen sich für Pommes?

Für selbstgemachte Fritten sind festkochende oder vorwiegend festkochende Kartoffeln ideal. Sie haben eine feste Struktur und bleiben beim Frittieren schön knackig. Mehlig kochende Kartoffeln sind weniger geeignet, da sie zu weich werden und schnell auseinanderfallen.

Meine Lieblingskartoffel für Pommes ist die Sorte Linda – festkochend, aromatisch und mit einer tollen Konsistenz. Allerdings gibt es sie meist nur auf Wochenmärkten oder bei spezialisierten Händlern. Im Supermarkt ist sie leider selten zu finden.

Probier dich durch verschiedene Sorten!

Neben Linda gibt es noch viele andere spannende Kartoffelsorten für Pommes:
✅ Bellinda – fein im Geschmack und schön fest
✅ Cilena – aromatisch & perfekt für goldene Fritten
✅ Blauer Schwede – optisch ein Hingucker mit violettem Fleisch
✅ Süßkartoffeln – für eine leicht süßliche, knusprige Alternative

Kartoffeln vom Wochenmarkt schmecken meist intensiver als die standardisierten Supermarkt-Knollen – ein echter Unterschied!

Praktischer Tipp für Viel-Frittierer

Wer oft größere Mengen Pommes oder auch Reibeplätzchen zubereitet, für den lohnt sich ein Kartoffelschälaufsatz für die Küchenmaschine. Das spart Zeit und Nerven – und macht die Pommes-Produktion zu Hause noch entspannter.

geschälte Kartoffeln
geschälte Kartoffeln

Perfekte Pommes: Gleichmäßige Streifen sind das Geheimnis

Klar, du kannst deine Kartoffeln einfach mit dem Messer in Streifen schneiden. Aber sind sie dann wirklich alle gleich dick? Falls nicht, kann es beim Frittieren oder Backen schnell schiefgehen: Die dünnen Pommes werden schwarz, während die dicken innen noch roh sind.

Warum ein Pommesschneider sinnvoll ist

Mit einem Pommesschneider bekommst du in Sekundenschnelle perfekt gleichmäßige Kartoffelstreifen. Das sorgt für:
✅ Gleichmäßige Garzeit – keine verbrannten oder rohen Überraschungen
✅ Weniger Aufwand – schneller schneiden, weniger nachbessern
✅ Professionelle Optik – Pommes wie aus dem Lieblingsrestaurant

Falls du keinen Pommesschneider hast, hilft ein scharfes Messer und ein wenig Geduld. Achte einfach darauf, die Streifen möglichst gleich groß zu schneiden – dann steht den perfekten hausgemachten Fritten nichts mehr im Weg!

Frittieren oder lieber im Backofen?

Die große Frage: Frittieren oder backen? Bei uns zu Hause ist die Antwort klar – frittierte Pommes schmecken einfach am besten! Wenn Fritten nicht richtig knusprig und goldbraun sind, dann fehlt einfach das gewisse Etwas.

Frittieren für den echten Geschmack

Beim Frittieren werden die Pommes außen super knusprig und bleiben innen schön weich. Ich verwende eine Fritteuse mit wenig Fett, die durch das Roto-Prinzip arbeitet: Der Frittierkorb dreht sich, sodass die Pommes immer wieder mit der heißen Luft in Kontakt kommen – für ein gleichmäßiges, knuspriges Ergebnis.

Falls du größere Mengen zubereitest, kann ein Pommes-Wärmer nützlich sein – so bleiben die Fritten länger heiß und knusprig.

Pommes aus dem Backofen – die fettärmere Alternative

Wer es etwas leichter mag, kann seine Pommes im Backofen zubereiten. Mit ein wenig Öl bestrichen und gleichmäßig verteilt, werden sie ebenfalls knusprig – allerdings brauchen sie etwas länger und werden oft nicht ganz so goldbraun wie aus der Fritteuse.

Egal für welche Methode du dich entscheidest: Selbstgemachte Pommes sind immer eine gute Idee!

Portion Pommes
Portion Pommes

Kurzanleitung für den Hausgebrauch

  1. Kartoffeln schälen: Auch wenn es lästig ist, so müssen für echte Pommes doch die Kartoffeln geschält werden. Für Wedges zum Beispiel ist das aber nicht nötig.
  2. Kartoffeln in Streifen schneiden: Damit aus der Kartoffel eine richtige Pommes wird, musst du sie in gleichmäßige Stifte schneiden. Ein Pommesschneider kann da sehr gut bei helfen.
  3. Pommes frittieren: für einen wirklich originalen Geschmack müssen die Kartoffelstreifen in heißem Öl frittiert werden. Klassische Pommes im Backofen (ca. 30 Minuten auf einem mit Backpapier ausgelegten Blech bei 175 Grad und Ober- und Unterhitze) oder in der Heißluftfritteuse sind inzwischen auch möglich. Aber das ist Geschmackssache.
  4. Pommes abtropfen lassen: die frittierten Fritten gut abtropfen lassen, damit sie nicht im Fett schwimmen.
  5. Pommes würzen: Salz gehört in jedem Fall auf die Pommes. Aber auch etwas Paprika-Pulver schmeckt sehr gut und die fertigen Pommes-Gewürze lassen in der Regel keinen Wunsch offen.

Selbstgemachte Pommes brauchen deutlich länger als die im Handel gekauften Varianten aus der Tiefkühltruhe. Dies liegt daran, dass die Fritten im Handel meist vorfrittiert sind.

Pommes mit roter Soße
Pommes mit roter Soße

Schritt-für-Schritt-Anleitung: Perfekte Pommes selber machen

Du willst richtige, knusprige Fritten? Dann nichts wie ran an die Kartoffeln! Mit dieser Schritt-für-Schritt-Anleitung gelingen dir die besten selbstgemachten Pommes – egal, ob du sie frittierst oder im Backofen machst.

1. Kartoffeln vorbereiten

🔹 Für klassische Pommes die Kartoffeln schälen – für Wedges kannst du die Schale dranlassen.
🔹 Ein Sparschäler sorgt für wenig Abfall und geht mit ein bisschen Übung flott von der Hand.

2. Pommes schneiden

🔹 Schneide die Kartoffeln in gleichmäßige Streifen – das ist wichtig, damit sie gleichmäßig garen.
🔹 Am einfachsten geht das mit einem Pommesschneider. Falls du mit dem Messer arbeitest: Achte darauf, dass alle Stücke ungefähr gleich dick sind!

3. Pommes frittieren – so werden sie perfekt

Es gibt zwei Methoden:

💡 Einfache Methode:
➡️ Pommes bei 170°C ins heiße Öl geben und frittieren, bis sie goldgelb sind.

🔥 Profi-Methode für extra knusprige Pommes:
✅ Erster Durchgang: Fritteuse auf 130-140°C aufheizen und die Pommes blassgelb vorgaren.
✅ Abkühlen lassen: Die Pommes aus dem Öl nehmen und einige Minuten ruhen lassen.
✅ Zweiter Durchgang: Frittierfett auf 165-170°C erhitzen und die Pommes erneut ins heiße Öl geben.
✅ Frittieren, bis sie goldgelb und knusprig sind.

🚨 Wichtig: Nicht heißer als 170°C, sonst können sich gesundheitsschädliche Stoffe bilden.

Jetzt nur noch kurz abtropfen lassen, mit Salz & Gewürzen nach Wahl verfeinern – und fertig sind deine perfekten, selbstgemachten Fritten!

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